Vermeintlicher Jugendschutz durch Internet Zensur

Es ist schon ein starkes Stück, was sich die Ministerpräsidenten der Länder ausgedacht haben:
Klammheimlich und unter Ausschluss der Öffentlichkeit bastelten die von uns gewählten Volksvertreter an der Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages (JMStV).
Klammheimlich? Ja! Denn Kritiker wurden gar nicht erst ein- und Pressevertreter wieder ausgeladen.

Unsere Politiker wollen durch die Hintertür und unter dem Deckmantel des vermeintlichen Jugendschutzes Internetsperren wieder möglich machen. Nur gehen Sie dabei noch wesentlich weiter, als bei dem sogenannten Stoppschild bei Internetseiten mit Kinderpornographie.

Das, was mit der Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages auf den Weg in die Länderparlamente gebracht wurde, bedeutet nichts anderes, als die Zensur des Internets. Besonders betroffen sind dabei Internetseiten, die selbst die sogenannte einfache Pornographie zum Inhalt haben. Und nicht nur die. So wird auch der Betrieb von Blogs und Communities, also im wesentlichen Portale, die kostenlose und benutzergenerierte Inhalte anbieten quasi unmöglich gemacht.

Aufruf zur Beteiligung an der Petition gegen den Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV)

Nicht nur die Seitenbetreiber selbst, sondern alle erwachsenen Internetnutzer sind aufgerufen, der geplanten Zensur des Internets durch die Neufassung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages ein Stoppschild zu verpassen.

Wir schließen uns der Initiative von Tobias Huch an. Tobias Huch hat auf seiner Webseite "Zensur-in.de" ausführliche Informationen bereitgestellt und die Möglichkeit zur Beteiligung an der Petition geschaffen. An dieser Stelle sei ihm und seinen Mitstreitern großer Dank für seine Mühe ausgesprochen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf dem Blog von Tobias Huch.

Darüber hinaus sind einige Artikel auf Heise Online hochinteressant. So wird hier besonders deutlich, daß die angeblich "schädliche Wirkung von Pornographie auf Jugendliche eine Fiktion", aber keine wissenschaftlich fundierte Tatsache ist. "Politiker von Grünen und FDP sprechen gar von einem Super-Gau für das Internet".

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