Interview mit Mistress Maya aus Zürich
Mistress Maya und ihr BDSM Institut in Zürich sind aus der Schweizer BDSM- und Studio Szene nicht mehr wegzudenken.
Vormalig in Bern residierend, zog sie mit ihrem gesamten Studio vor etwa 2 Jahren nach Zürich Dietikon um und eröffnete dort ein noch wesentlich grösseres Studio.
In dem nun vollausgestatteten Studio mit getrennter Klinikabteilung und diversen anderen Räumlichkeiten erzieht nicht nur Mistress Maya selbst, sondern immer wieder neue Gastladies und Dominas, die sich in Deutschland und in der Schweiz einen Namen geschaffen haben.
Wir wollten es nicht versäumen, auch Mistress Maya zu interviewen. Viel Spass beim Lesen!
Vielleicht erzählen Sie unseren Lesern erst einmal ein wenig über sich. Wie sind Sie in die SM Szene gekommen, und was war der entscheidende Schritt zu Ihrer Professionalität?
Mistress Maya: Meinen Fetisch habe ich schon früh in mir getragen. Als 13jährige trug ich schon gerne Stöckelschuhe, enge schwarze Kleidung .Habe Fantasien von gefesselten, mir ausgelieferten Männern gehabt. Später, im Freundeskreis spielten wir ein bisschen weiter. Da erinnere ich mich sehr genau an einen Freund, dessen Wunsch es war, in einem Latexanzug gehüllt angekettet oder gefesselt zu sein. Diesen Wunsch habe ich im gerne erfüllt. Auch ging ich mit einem speziellen Bekannten zu Fetisch-Parties, bis ich eines Tages mit ihm ein Domina Studio besuchte. Von da an wuchs der Gedanke, so etwas möchte ich auch machen
Wie sind Sie auf die Idee gekommen Ihre Passion zum Beruf zu machen?
Mistress Maya: Nun, mit dieser Idee im Kopf und einige Jahre später, baute ich mir mein eigenes Studio, meine eigene Welt. Warum sollte man auch etwas tun, was einem weniger Freude bereitet?
Haben Sie einen Lebenspartner, Freund, Ehemann? Und wenn ja, was sagt der zu ihrer Affinität zum SM?
Mistress Maya: Zurzeit teile ich mein Leben mit meinem Studio und meinem Hund. Für einen Partner fehlt die Zeit oder vielleicht ist mir auch Mr. Right noch nicht begegnet. Hinzu kommt, dass es nun wirklich nicht ganz einfach ist, jemanden zu finden, der mein Leben so akzeptiert, wie ich es nun mal führe. Er sollte mit mir auf gleicher Augenhöhe sein, will heißen, erfolgreich, intelligent und mit gegenseitigem Respekt und ehrlichen Absichten. Nicht ganz einfach!
Spielen Sie zu Hause auch die führende Rolle?
Mistrress Maya: Es käme für mich nur ein Partner in Frage, der meine Neigungen teilt. Dies gibt einer Beziehung mehr Intimität. Wer weiß, welche Rollen mir dann noch so einfallen würden.
Haben Sie für Ihre Zukunft, also die Zeit, nachdem Sie die Peitsche and den sprichwörtlichen Nagel gehängt, haben schon Pläne – wobei wir anmerken dürfen, dass dies noch viele Jahre Zeit hat?
Mistress Maya: Bisher habe ich darüber noch nicht nachgedacht. Die Organisation des Studios kann ich noch recht lange übernehmen.
Was erregt Sie persönlich bei einer Session besonders? Haben Sie eine spezielle Leidenschaft?
Mistress Maya: Die Möglichkeit meine Fantasien auszuleben und das mit einer Person, die sich mir völlig ausliefert und auch ein Feedback zeigt. Gerne habe ich meine Gummipuppen oder TV`S. Sessions, die durch eine besondere Strenge begleitet sind, lebe und liebe ich. Ansonsten habe ich keine speziellen Vorstellungen. Oftmals ergibt sich die Handlung aus der jeweiligen Session selbst. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass ich in einer Session ganz neue Leidenschaften an mir entdecke – inspiriert durch mein Gegenüber. Natürlich probiere ich gerne etwas aus, wozu sich mein Proband besonders gut eignet.
Wie weit gehen Sie in Ihren Behandlungsarten und was sind Ihre Tabus?
Mistress Maya: Schon ziemlich weit. Bei Praktiken, die gesundheitliche Schäden nach sich ziehen können mit gesundheitlichen Schäden hört der Spaß jedoch auf. Ansonsten alles was ich ohnehin nicht anbiete, z. B. KV- und Vomit-Spiele – die kann ich nicht und ich mag sie auch nicht! Ebenfalls gehört zu den No Go`s der Intimkontakt. Dafür habe Bizarrladies zu Gast. Große Babys suchen vergeblich die liebende Mami in mir. Personen, Tiere die nicht frei entscheiden können, sind ein absolutes Tabu. Ebenso alles was mit Tod zu tun hat, wie Schlachtungsrituale.
Was können Sie während einer SM Session überhaupt nicht leiden?
Was sollte ein Gast auf jeden Fall mitbringen wenn er sie das erste Mal in Ihrem Domizil für eine Session aufsucht?
Mistress Maya: Er sollte sich auf jeden Fall über seine Neigungen und Tabus im Klaren sein. Falls er sich verbal nicht ausdrücken kann oder möchte, besteht die Möglichkeit mir sein Profil in schriftlicher Form zu überreichen. Er sollten auf gar keinen Fall irgendwelche körperliche Gebrechen verschweigen, denn es könnte unter Umständen gefährlich für ihn werden.
Was empfinden Sie wenn der Sklave zu Ihren Füßen liegt und bereit ist sich Ihnen vollkommen hinzugeben?
Mistress Maya: Das ist eine Situation die ich sehr liebe. Sie erregt mich ungemein. Diese Ergebenheit, mit der sich mein Proband mir präsentiert, beflügelt mich geradezu. Diesen Gedanken, mit ihm machen zu können, was ich will, finde ich einfach genial!
Dürfen auch Paare oder einzelne Frauen zu Ihnen in das Studio kommen?
Mistress Maya: Paare finde ich sehr interessant. Alleine die Tatsache, daß zwei Menschen sich so eins sind, ihre SM- und Fetisch-Leidenschaften zusammen mit einer dritten Person auszuleben, erfordert einiges an Vertrauen und Respekt. Oftmals ist das Ansinnen eines Partners, den jeweils anderen Partner in seine Welt des SM einzuführen, die Motivation für eine derartige Session. Für Frauen speziell habe ich Mitarbeiterinnen, die dieses in ihrem Profil anbieten. Ich persönlich bevorzuge die Situation in einer Session, Paare zu begleiten oder eine Sklavin dem Gast zuzuführen.
Wie weit gehen Sie beim Thema Erotik in einer Session? Sind Sie berührbar oder bevorzugen Sie nur die Klassische Dominanz?
Mistress Maya: Was heißt Klassische Dominanz? Unberührbar, ganz klar! Unberührbar bin auch ich. Und dennoch versprühe ich doch Erotik. Egal, ob es sich bei meinem Spielpartner um einen total ergebenen Sklaven, oder um einen Fetischisten handelt… Alle ergötzen sich am Anblick ihrer Herrin. Nur träumen sollte man(n) dürfen, wer weiß!?
Wie ist ihr Verhältnis zu den Männern außerhalb Ihres Domina Studios?
Mistress Maya: Ein sehr gutes. Männer sind oftmals viel ehrlicher, sofern sie nicht total in dich verliebt sind. Denn Liebe macht blind und ist deshalb keine gute Sache. Meine Erfahrung, die ich über all die Jahre gesammelt haben zeigt mir: die besseren Freunde sind homosexuelle Männer.
Welches Feedback erfahren Sie von der Gesellschaft wenn Sie erzählen dass Sie als Domina tätig sind?
Mistress Maya: Oh, meistens kommen viele Fragen auf. Das Interesse ist groß. Ich denke, das, was man ist, macht einen interessant. Man sollte sich selbst auch verkörpern, zeigen, seht her, das bin ich! Negative Reaktionen sind mir bis jetzt erspart geblieben!
Weiß eigentlich Ihr privates Umfeld von Ihrem außergewöhnlichen Beruf und wenn ja, wie reagiert es?
Mistress Maya: Mein privates Umfeld erschließe ich mir selbst. Entweder es kann damit umgehen und wenn nicht, werden der eine oder die andere einfach nicht dazu gehören. Ich muss mich auch nicht potenziell outen.
Bieten Sie auch Haus- oder Hotelbesuche und wenn ja in welchen Städten?
Mistress Maya: Nein! Ich habe ein super ausgestattetes Studio mit allen erdenklichen Möglichkeiten.
Sind bei Ihnen auch eine Langzeiterziehungen möglich?
Mistress Maya: Ja sicher! Dies kommuniziere ich auch auf meiner Homepage. Bei Langzeiterziehungen kann sich der Gast total entspannen – oder gespannt sein, was alles Mögliche auf ihn zukommen mag – je nach "Menüplan"…
Mit was kann man Ihnen eine besondere Freude machen?
Mistress Maya: Sie meinen Geschenke? Nun, derjenige, der mich mit einem Geschenk persönlich verehren möchten, sollte meinen Geschmack kennen. Wer mich wirklich beschenken möchte, wird herausfinden, was ich mag. Auf jeden Fall sollte ein Geschenk geschmack- und stilvoll sein.
Das Schlusswort gehört wie immer meiner Interviewpartnerin. Gibt es noch etwas, was Sie unseren Lesern noch mitteilen möchten.
Mehr über Mistress Maya erfahren Sie hier:
Kommentare
One Kommentar zu “Interview mit Mistress Maya aus Zürich”
Schreibe einen Kommentar
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von dominanz erwähnt. dominanz sagte: Interview mit Mistress Maya aus Zürich : BDSM Report: Alleine die Tatsache, daß zwei Menschen sich so eins sind, i… http://bit.ly/biuuli [...]